Klimawoche und Stadtradeln

In diesem Schuljahr haben wir uns erstmalig am „Stadtradeln“ beteiligt. Drei Wochen lang radelten wir – Kinder, Lehrkräfte und Eltern – so viele Strecken wie nur möglich und trugen gewissenhaft jeden erradelten Kilometer ein. Ob es uns wohl gelingen würde, die Tour rund um Deutschland einmal vollständig abzufahren? Gebannt verfolgten viele Kinder täglich die immer länger werdende zurückgelegte Strecke. Am Ende fuhren wir die Rundtour sogar etwas mehr als zweimal! Stolze 5390 km haben wir erradelt und damit 765 kg Kohlendioxid eingespart – unsere Erde sendet ein dickes Dankeschön an alle, die sich beteiligt haben.

Drei Wochen, das ist ein Anfang – aber schließlich kommt es darauf an, dass wir weiterhin möglichst viel CO2 einsparen. Wir ließen uns also von einer Idee der Jorker Grundschule anstecken (das Tageblatt berichtete am 12. Juni davon): Für jeden Schulweg, den ein Kind zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegte, durfte es zwei weiße Punkte auf eine blaue Scholle stempeln, für den Schulweg mit dem Bus einen Punkt. So wurden aus den („Wasser“-) Schollen nach und nach („Schnee“- und) Eisschollen, auf denen sich nun unsere Eisbären tummeln können.

Im Rahmen der internationalen Klimawoche fanden an unserer Schule drei Aktionen statt, bei denen Kinder unserer Schule der Umwelt etwas Gutes tun konnten und gleichzeitig viel Freude hatten:

Am Montag sammelten viele fleißige Hände freiwillig Müll in unserem Dorf auf. Durch die Unterstützung einiger Eltern konnten drei Gruppen in verschiedene Richtungen ausströmen. Selbst kleinste Zigarettenstummel wurden entdeckt und gewissenhaft aufgehoben. Nach zwei Stunden kamen alle wieder zusammen, entsorgten mehrere große Müllsäcke und gingen stolz und zufrieden nach Hause.

Am selben Tag trafen sich einige Kinder, um alten Kuscheltieren einen neuen Pfiff zu verleihen. Mit Hilfe der TG-Lehrerin bekam der große Löwe endlich wieder ein zweites Auge, ein anderer Kuschelgefährte erhielt eine tolle neue Frisur und so manches Tier ist ein wenig verrückt geworden, z.B. mit einem Ohr auf der einen Seite und einem Geweih auf der anderen. Die Kinder waren sich einig: Das hat richtig viel Spaß gemacht!

Am Donnerstag schließlich wurden ebenfalls einige Dinge vor dem Wegwerfen bewahrt, als nämlich die Tauschbörse stattfand. Kinder aus den Klassen 1/2 und später aus 3/4 trafen sich, um Spielsachen, die sie nicht mehr länger haben wollten, gegen „neue“ gebrauchte Spiele einzutauschen. Fast alle Sachen wechselten (manchmal über mehrere Kinder hinweg) ihren Besitzer und sorgten für viele leuchtende Augen. Einhellig stellten die Kinder fest: Es ist Quatsch, sich neue Sachen zu kaufen, wenn andere sie doch besitzen, aber nicht mehr gebrauchen können – und ebenso ist es Quatsch, Dinge, ich nicht mehr haben möchte, wegzuwerfen, wenn sich jemand anderes doch darüber freuen kann. Mit der vielfachen Frage „Wann machen wir das wieder?“ gingen die Kinder an diesem Nachmittag zufrieden auseinander.