8.Plattdüütscher Schooltheoterdag in`n Oldbezirk Stood

Gruffolo

Ganz hiddelig kommt de Speelers von de GS Steenkark in Bevers an.

Wart dat wat? Kann uns Stück „De Grüffelo“ inne Ogen von de Jury bestohn? 7 Theotergruppen sünd all vörher anne Tour ween. Een kommt noch achter uns achteran. Alle hebbt se Langspeele (ca 10-15 Minuten) op`n Plon. In de annern Gruppen speelt se Sketche, korte Stücken. Insgesamt sünd wohl 400 Schölers antredn, bummelig 40 Schooln von Klass 3 an bit Klass 10.

Teemlich als letzte speelt Steenkark op. De Speel löppt goot. De Müüs  sünd sööt, de Voss is klook, de Slang listig un de Uul weet, wat se will. De Tontechniker weet Bescheid, uns Musikus ok. De Bööm kiekt to. Mit een Mol kommt de Grüffelo, o nee, o nee. Un all wööt se Lütt Muus freeten. Wart ober nix von. De Muus is plietsch. An`End haut de Grüffelo aff. De Deerten hebbt jümmer Ruh.

Klock 1 gevt se de Sieger bekannt, Steenkark is merdenmang dorbi. Nu fix noch eenmol rop op de grote Bühn speeln un rappen.

Hett mol wedder klappt. Schöön is dat ween. Alle sünd se ferdig mit Jack un Büx, aff no Huus.

Sieben Geißlein in Buxtehude

Sieben Geißlein1

Die Theater-AG der Grundschule Steinkirchen spielte am 27.2.2014 im Rahmen der Regionalen Schultheatertage in Buxtehude auf der Halepagen-Bühne.

Im letzten Halbjahr haben wir uns mit dem Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ beschäftigt. Daraus haben wir eine neue Fassung erarbeitet.

Unsere Märchenfassung kam selbst bei den Oberstufenschülern in Buxtehude sehr gut an.

Plattdüütsche School

Platt shool

So darf sich die Grundschule Steinkirchen für 5 Jahre nennen und ist auf diese Auszeichnung sehr stolz.

Am 06.03.2014 fuhren Frau Fischer, Frau Haeger, Frau Rieper, Hannes und Charlotte Jungclaus (Plattsnacker-Schülervertreter) ins Kultusministerium nach Hannover. In einer kleinen, aber feinen Feierstunde überreichte Frau Heiligenstadt 6 Schulen eine Plattdüütsch Auszeichnung in Form einer Plakette und einer Urkunde – die Grundschule Steinkirchen war dabei. Anschließend wurde ein Foto mit der Ministerin geschossen. Welche Ehre!

9 weitere Schulen aus Niedersachsen werden in einer nächsten Runde die Auszeichnung erhalten, insgesamt hatten sich 21 Schulen beworben.

Die Kamerateams von RTL Nord und NDR “Hallo Niedersachsen“ führten Interviews mit den Kindern durch, filmten und verbreiteten eine fröhliche Unruhe im Raum.

Die Erwachsenen nutzten die Gelegenheit zu einem schnellen Plausch mit der Kultusministerin und stärkten sich am Büfett mit Brötchen, Minipizzen für die Kinder und Getränken – Reisen macht schließlich auch hungrig. Nach 1 Stunde war alles vorbei und es ging wieder Richtung Steinkirchen.

Sowat belevst du nei  alle Dog.

Woans keem dat eigens?

Vergang Johr keem een Prüfersch un keek no, wat wi in Steenkark so allns vörkiehrt mit Plattdüütsch:

Se harr nooch to kieken. Plattpatenbreev, Lütt Platt AG, Platt AGs Klass 3+4, Theoterwettbewerbe, Leeswettstriet, Platt-Paten- Klöönschnack, Klappenbook, Lovkorten, Immersion in Kunst, Fortbilln, Hörbook, Schoolleed, Projekte as „Kuddelmuddel“ un „Steentiet“, Plattdüütsch Föhrerschien etc un dat Beste:

Plattdüütsch is in uns Schoolprogramm verankert.

Worüm? An de GS Steenkark givt dat de Sprachbegegnung mit Plattdüütsch un den Spracherwerb, so as dat in den Erlass von dat Kultusministerium „Die Region und ihre Sprachen im Unterricht“ bin steiht. Plattdüütsch schall nei ünnergohn un för de Kinner is dat goot, wenn se een Sprook miehr liehrt, dat regt jümmer Intelligenz an.

„Platt mokt plietsch“

Lang all sünd wi an uns School togang mit Plattdüütsch. In Ünnerricht, bi Optree un tohus mit de Plattpaten, denn Plattsnacken mokt Spoß.

„Platt is cool“

Tro ok du di wat un snack Platt

Mit „Hipp Hopp“ op`n Swutsch

hiphop

Am Mittwoch, dem 05.06.2013 setzte die Hipp Hopp Truppe der GS Steinkirchen ihre Tournee fort, diesmal mit den neuen T-shirts. Vorne prangt Hipp Hopp und auf dem Rücken sind die Tourneedaten des letzten Schuljahres aufgeführt.

Dat is cool, nei ?  

Gleich nach der Schule stärkten sich die lütten Fisch in der Mensa und fuhren dann nach Soltau zum dortigen Plattdüütschen Leeswettstriet, wo „Ik bün Hipp Hopp – du Fischkopp“ ein Highlight des Programms war. Unsere Theaterspieler präsentierten auf einer großen Bühne souverän ihr Stück und zeigten selbstbewusst ihr Können.

Das Publikum ging begeistert mit.

Zur Belohnung bekamen alle Hot Dogs, Hamburger, Mini Pizzen, Getränke und Eis, ein Ratequiz und Gummibären.

„Junge, hett dat smeckt.“

Am Donnerstag, dem 13.06.2013 geht`s auf zum letzten Termin:

Lichtwarksaal, Carl Toepfer Stiftung, Hamburg.

www.carltoepferstiftung.de

Mutical Lisas Reise

Lisas Reise

Im zweiten Halbjahr hat die Theater AG in Kooperation mit der Kreisjugendmusikschule Stade und dem Projekt „Musik und Tanz“ an dem MuTical „Lisas Reise“ gearbeitet. Wir beschäftigten uns mit dem Bilderbuch von Paul Maar, schrieben zu den Bildern neue Szenen und setzten diese nach und nach zusammen. Mit dem Projekt „MuT“ sprachen wir ab, an welcher Stelle in unserem Text die Handlung durch einen Tanz unterbrochen werden sollte. Die Tänze studierten Rebecca Reh und Kathrin Witthöft in 6 MuT Stunden ein.

Am 22. Juni war es dann soweit. Nach gerade mal 10 Doppelstunden traf sich die Theater AG mit allen Kindern der Schule, um erstmals am Vormittag das Stück in der Generalprobe zusammenzuführen. Es klappte auf Anhieb erstaunlich gut.

So konnte jeder sich auf die Aufführung am Nachmittag vor Eltern und Geschwistern freuen.

Weihnachtsstück 2011 Biografisches Theater

Theater Weihnachten

Begeistert habe ich in Düsseldorf an dem Workshop von Maike Plath teilgenommen. Noch im Zug auf der Rückfahrt entwickelte ich eine Idee, wie man die Methode von Maike Plath in der Grundschule anwenden kann. Mir kam die Idee, dass ich die Kinder einen Gegenstand mitbringen lasse, den diese mit Weihnachten verbinden.

Ende November war es dann soweit. In einem Elternbrief informierten Frau Hausemann und ich die Eltern der dritten Klassen  über unser Vorhaben und baten darum, einen Gegenstand herauszusuchen, der zwar für die Kinder in der Weihnachtszeit enorm wichtig ist, aber gleichzeitig in diesem Jahr in der Vorweihnachtszeit im Klassenraum bleiben muss.

Am nächsten Tag hatten fast alle  Schülerinnen und Schüler etwas Weihnachtliches dabei. Ihre Aufgabe war nun entweder aufzuschreiben, was sie mit diesem Gegenstand verbinden, warum er ihnen wichtig ist oder sie durften sich eine Lügengeschichte zu dem Gegenstand auszudenken. Auf den Tischen der Kinder standen Glasengel, Nikolausstiefel, Weihnachtskugeln, Schneekugeln, Plastikweihnachtsbäume, Kerzen, Weihnachtsmänner, Kokosflocken, ein Tannenzweig, Tonfiguren usw.

Alle Kinder schrieben eine Geschichte auf. Über das Wochenende hatten sie Zeit, diese zu Hause zu Ende zu schreiben, zu überarbeiten oder evtl. sogar eine zweite Geschichte zu erfinden. Einer meiner Schüler  diktierte mir eine haarsträubende Geschichte. Im Laufe des Vormittages war der Glasengel des Kindes kaputt gegangen. Ein Flügel war nicht mehr aufzufinden, und der Unterleib war aus der Verankerung gebrochen. Der Junge nahm diesen Umstand in seiner Geschichte auf und erzählte, wie der Glasengel von einem Meteoriten getroffen wurde und sich auf die Suche, nach seinen Körperteilen machen musste. Aus diesem Grund musste er seinen Besitzer in Stich lassen und konnte seine Arbeit als Glücksengel vorübergehend nicht mehr nachgehen. Auf seinem Weg begegnete der Engel einer Krake (dieses Kuscheltier befand sich im Schulranzen des Schülers).

Nach dem Wochenende bekamen Frau Hausemann und ich die Geschichten von den Kindern, die  wir uns zu Hause durchlasen. Es gab spannende und weniger spannende Geschichten. Wir  stellten 7 Gruppen zusammen. Die Kinder mussten sich in der Gruppe für eine Geschichte entscheiden, die sie auf der Bühne gerne sehen wollten. Diese 7 Geschichten wurden dann im Plenum vorgelesen. Jedes Kind hatte dann 4 Steine zu vergeben. Die Geschichten mit den meisten Stimmen waren die Geschichten, mit denen wir uns in den nächsten drei Wochen intensiv beschäftigen wollten.

In den nächsten drei Tagen gingen Frau Hausemann und ich mit den Klassen  in unseren Bewegungsraum, wo wir nach und nach 30 Karten aus dem Methoden-Repertoire für Darstellendes Spiel und Theaterunterricht von Maike Plath aus dem Beltz Verlag einführten. Ich hatte mir  im Vorfeld Karten ausgesucht, die für Grundschulkinder leicht verständlich sind und die mir für unsere Inszenierung wichtig erschienen.

So musste ich in den nachfolgenden Stunden nicht lange erklären, was mit den theaterästhetischen Mitteln „chorisches Sprechen“, „Freeze“, „Diagonale“ etc. gemeint ist, außerdem war die Arbeit mit den Karten ein schönes Aufwärmspiel am Anfang der kommenden Unterrichtsstunden.

Frau Hausemann und ich hatten uns einen Zeitrahmen von insgesamt drei Wochen mit 4-5 Wochenstunden gesteckt. Wir hatten also nicht viel Zeit, um die Kinder lange experimentieren zu lassen. Wir machten ein Brainstorming zu den einzelnen Geschichten. Mit den Ideen der Kinder ging ich nach Hause. Ich fügte den Geschichten einen Erzähler und einem kommentierenden Chor hinzu.

Meine Idee war, dass alle Kinder im Hintergrund auf der Bühne sitzen. Die Konzentration sollte dadurch hochgehalten werden, dass die Kinder chorisch kommentieren, was auf der Bühne gerade passiert. Wenn ein Haus, ein Bett, ein Vogel oder ähnliches gebraucht wurde, löste sich ein Kind aus dem Chor, übernahm für einen kurzen Moment diese Rolle und ging, sobald es nicht mehr gebraucht wurde, zum Chor zurück.

Die Geschichtenschreiber bekamen das Privileg aussuchen zu dürfen, wer welche Rolle in ihrem Stück spielen darf. Sie selbst konnten entscheiden, ob sie selbst der Erzähler sein wollten, die Hauptfigur oder eine Nebenrolle. Dadurch fühlten die Kinder sich sehr ernst genommen und waren in den ganzen drei Wochen sehr konzentriert. Zu Hause erzählten sie ihren Eltern, dass ihnen das Proben sehr viel Spaß mache, da es sich um ihre eigenen Geschichten handelt, die sie selbst geschrieben und selbst besetzt hätten.

Die Geschichten, die nicht ausgesucht wurden, wollten Frau Hausemann und ich trotzdem würdigen. Diese Kinder bekamen die Aufgabe, ihre Geschichte auswendig zu lernen, bzw. so zu lernen, dass sie diese jemand anderem aus dem Kopf erzählen könnten. So startete das Stück damit, dass die Kinder durch den Raum mit ihrem Gegenstand gingen, sich zu einer Person aus dem Publikum setzten und diesem die erfundene Geschichte erzählten. Um das zu üben baten wir die Kinder einer ersten Klasse an einer Probe teilzunehmen und sich Geschichten erzählen zu lassen. Die Erstklässler gaben unseren Klassen  Rückmeldung, was diese noch verbessern könnten.

Spannend fand ich, mit welcher Ruhe die Proben stattfanden. Es gab schon nach wenigen Tagen kaum Texthänger, selbst der Chor vergaß selten seinen Text, da immer irgendeiner gerade wusste, was jetzt kommt und auch schwächere Kinder einfach mitsprechen konnten.

Am letzten Schultag präsentierten die  Klassen in einer feierlichen Stunde der Grundschule Steinkirchen diese Eigenproduktion. Die Kinder bekamen sehr viel Beifall.

Wer neugierig geworden ist: Einen Ausschnitt der Produktion kann man auf dieser homepage oder auf You Tube sehen (leider schlechte Tonqualität) :

Das Stück kann man anfordern unter: koeckeritz@grundschule-steinkirchen.de

Sabine Köckeritz

Vorstandsmitglied im Fachverband Schultheater – Darstellendes Spiel Niedersachsen e.V.

und Lehrerin der Grundschule Steinkirchen

Wir schreiben unser Weihnachtsstück selbst

Erfahrung mit dem biografischen Theater in der Grundschule

Freitag, 3. Februar 2012

Videoausschnitt